Über uns
Wer wir sind
Wir sind Frauen und Männer aller Altersstufen, die in Neckargemünd und den umliegenden Gemeinden leben. Wir engagieren uns ehrenamtlich in der Flüchtlingshilfe. Unser gemeinsames Anliegen ist, geflüchteten Menschen zu helfen, sich in Neckargemünd einzugewöhnen.
Was wir tun
Wir versuchen, den in Neckargemünd angekommenen geflüchteten Menschen zu helfen, sich in einem anderen Land mit fremder Sprache und anderen Gewohnheiten zurechtzufinden. Durch Patenschaften und Begleitung unterstützen wir, wenn die neuen Mitbürger
- Neckargemünd und Umgebung kennenlernen wollen
- Deutsch lernen und üben wollen
- Hilfe bei Behördengängen, Formularen, Bewerbungen oder Arztbesuchen benötigen
- Kleidung, Möbel oder Haushaltsgeräte benötigen Begleitung zu den Elternsprechtagen wünschen, Kinder Hilfe bei den Hausaufgaben benötigen oder wenn es Probleme in der Schule oder dem Kindergarten gibt
- Möglichkeiten für Sport, Musik oder ähnliches suchen
- Kontakt mit anderen Menschen suchen
Sie möchten den Asylkreis unterstützen?
Wir freuen uns über alle Anfragen und Angebote. Die Aktiven des Asylkreises Neckargemünd treffen sich regelmäßig monatlich zum Abstimmen von Aktionen, zur Planung von regelmäßigen oder außergewöhnlichen Angeboten und zum Gedankenaustausch. Zu den regelmäßigen Angeboten gehören ein Internationales Frauencafé sowie diverse Sprachkursangebote und Nachhilfe für Schüler. Auch mit den örtlichen Sportvereinen besteht eine gute Zusammenarbeit. Egal, wie Sie mithelfen möchten, Ihre Mail ist uns sehr willkommen: asylkreis-neckargemuend@gmx.de.
Sie sind neu in Neckargemünd angekommen und könnten Hilfe gut gebrauchen?
Bei uns treffen Sie mit ihren Fragen, Sorgen und Anliegen auf offene Ohren. Durch jahrelange Arbeit in dem Bereich und ein gutes Netzwerk können wir Sie beraten und unterstützen. Wir freuen uns, wenn Sie uns ansprechen, Sie eines unserer Angebote besuchen oder uns eine Mail schreiben: asylkreis-neckargemuend@gmx.de Eindrücke unserer Veranstaltungen und Aktivitäten
Eine erfreuliche Aktion
Haris Memedi (geb. Kalburi) ist mit Visum und Arbeitserlaubnis zurück in Deutschland
Es ist geschafft.
Nach monatelangem Warten konnte Haris Memedi, der Ehemann von Amela Memedi, vor zwei Wochen im Zuge des Ehegattennachzuges nach Deutschland einreisen.
Die Vorgeschichte: Nachdem seine Frau Amela, die als Krankenschwester in einem Heidelberger Krankenhaus arbeitet, im Dezember 2019 einen Antrag auf Ehegattennachzug gestellt hatte, begannen die Mühlen der Verwaltung langsam zu mahlen, doch als alle Formalitäten geregelt waren und Herr Memedi am 16. März 2020 alle Papiere vollständig auf der deutschen Botschaft in Skopje, der Hauptstadt von Nordmazedonien, eingereicht hatte, schien Covid-19 dieser mühsamen aber doch vielversprechenden Erfolgsgeschichte noch einmal einen Strich durch die Rechnung zu machen: am 17. März schloss die Botschaft ihre Türen – auf unbekannte Zeit – und Haris Memedi, dem nur noch ein einziger Stempel fehlte, war verzweifelt.
Viele Wochen der Ungewissheit, der Angst und Hoffnungslosigkeit folgten, der Asylkreis versuchte weiterhin zu helfen und Amela Memedi Mut zu machen. Kurz bevor sie fast ihre Zelte in Deutschland abgebrochen und alles bisher Erreichte aufgegeben hätte, um ihren Mann in Mazedonien nicht allein zu lassen, bekam Haris Ende August überraschend die Nachricht von der deutschen Botschaft, er solle dort vorstellig werden.
Jetzt ist er da.
Aus diesem Grund möchte das Ehepaar Memedi zusammen mit dem Asylkreis Neckargemünd den Bürgerinnen und Bürgern Neckargemünds, die Anfang des Jahres 2019 die Abschiebekosten in Höhe von 5.400 Euro in einer einmaligen Solidaraktion zusammengetragen haben, ein großes DANKESCHÖN aussprechen. Denn ohne die Begleichung dieser Kosten wären die Visumsbemühungen der beiden Mazedonier von Anfang an zum Scheitern verurteilt gewesen.
Es hat sich alles gelohnt: Das Ehepaar hat eine Wohnung, sie sprechen gut Deutsch und beide haben eine Vollzeitstelle (Krankenhaus und Fahrradwerkstatt).
Danke!
Ilka Schlüchtermann
Petra Groesser
Vielen Dank!
Liebe Asylkreis-Freunde,
nachdem ihr es uns durch eure großzügigen Spenden ermöglicht habt, die Abschiebekosten für das Ehepaar Amela und Haris Memedi zu bezahlen, können wir jetzt endlich bald einen Schlussstrich unter diese unendliche Geschichte ziehen:
Amela hat am 20.11.2019 von der Deutschen Botschaft in Mazedonien ihr Arbeitsvisum bekommen und wird am 11. Dezember in Neckargemünd eintreffen.
Sie hat einen Arbeitsplatz und eine Wohnung!
Der einzige Wermutstropfen ist der, dass die Sperre für ihren Mann Haris noch nicht verkürzt wurde, doch auf Basis des Gesetzes zur Familienzusammenführung wird Amela sofort bei Einreise einen diesbezüglichen Antrag stellen.
Auch für Haris wurden dank eurer Spenden die Abschiebekosten vollständig bezahlt, sodass wir allen Grund zur Hoffnung haben, dass er baldmöglichst nachkommen kann.
Danke sagen von ganzem Herzen
Amela und Haris Memedi
Ilka Schlüchtermann und Petra Groesser
Wir lassen Bilder und die Presse sprechen ...
30.Dezember 2018
Fahrradreparatur leicht gemacht
Seit einigen Wochen bekommen die Bewohner der Neckargemünder Walkmühle professionelle Hilfe bei der Fahrradreparatur. Schon mehrere Male kam Rudi in Absprache mit dem Asylkreis Neckargemünd Team in die Walkmühle, um den Anwohnern bei Fahrradreparaturen zu helfen. Die Ergebnisse zauberten immer wieder ein Lächeln auf die Gesichter. Vielen Dank für die pragmatische Hilfe! |
Pressemitteilung vom 26. Juli 2018
Fest der Begegnung in der Neckargemünder Walkmühle
Am Sonntag, 8. Juli 2018, lud der Asylkreis Neckargemünd zum Fest der Begegnung in die Walkmühle ein. Die Bewohner der Walkmühle, neu hinzugezogene Mitbürger, die nach der Flucht aus ihrem Heimatland nun in Neckargemünd leben, und Unterstützer des Asylkreises trafen sich bei Spiel, Spaß und internationalem Mitbringbuffet.
Wie ein Regenbogen tauchte die Dekogruppe den sonst tristen Hof der Walkmühle mit Luftballons, Tüchern und Malwänden in kunterbuntes Licht. Fröhliche Ballons luden auch an der sonst grauen Stahlbrücke Besucher ein, die Elsenz zu überqueren und am Fest teilzunehmen. Die über 100 Besucher trugen mit ihren internationalen Leckereien zu einem wunderbaren Buffet bei, das bei Live-Musik und sommerlicher Stimmung viele Abnehmer fand. Am Waffelstand probierten Jung und Alt von den unterschiedlichen frisch gebackenen Waffeln. Sportliche Besucher konnten sich an der mobilen Torwand, auf der Slackline oder bei einer Gleichgewichts-Challenge beweisen. Mit dem Fallschirmtuch wurden gemeinsam Ballons zum Hüpfen und Fliegen gebracht, während andere Besucher beim Seilspringen oder Tischtennis Spaß hatten.
Häufiges Thema: Wohnungs- und Arbeitssuche
Ebenso wichtig und interessant wie das harmonische Zusammensein war es für viele Besucher, neue Kontakte zu knüpfen, alte zu vertiefen oder einfach kreuz und quer miteinander ins Gespräch zu kommen. So stellten einige Walkmühlenbewohner fest, dass es im Stadtgebiet Familien aus ihrem Land gibt, so dass nun gegenseitige Besuche schon geplant sind. Häufiges Gesprächsthema war aber auch die schwierige Wohnungssuche der Familien und Alleinstehenden, die teilweise schon jahrelang in Sammelunterkünften ausharren. Eine weitere Herausforderung stellt für viele dar, in einer unruhigen und beengten Wohnsituation Zeit und Ruhe zum Deutschlernen zu finden. Ganz zu schweigen vom Heimweh und den unterschiedlichen Erfahrungen, die bewältigt werden müssen. Die Freiwilligen des Asylkreises sehen sich oft mit dem Problem konfrontiert, dass es in Neckargemünd extrem wenig Wohnraum zu mieten gibt und die in der Anschlussunterbringung nach Neckagemünd verteilten Personen sehr lange in der Containerunterkunft ausharren müssen. Erschwerend kommt hinzu, dass viele der Menschen, die nach Neckargemünd geschickt wurden, aus besseren Wohnsituationen kommen, die ihnen zuvor in anderen Städten und Gemeinden zur Verfügung gestellt wurden.
Bisher Erreichtes
Neben all den menschlichen und freundschaftlichen Kontakten, die die Aktiven des Asylkreises zum Teil über Jahre pflegen, sei es in Patenschaften, regelmäßigen Nachhilfestunden, Treffen im Asylcafé oder Internationalem Frauencafé, bei Lauftreffs, Sportveranstaltungen, kleinen Festen und Ausflügen, gibt es ein paar handfeste Verbesserungen, die der Asylkreis durch freundliche Spenden und tatkräftigen Einsatz ermöglicht hat. So wurden zwei solide handgezimmerte Holzgarnituren angeschafft, Tischtennisplatten aufgebaut und dringend benötigte Fahrtickets oder Eintrittskarten für Kinder ins Schwimmbad zur Verfügung gestellt. Dank Unterstützung der Firma IT Wachert konnte vor kurzem das lang ersehnte freie WLAN für alle Anwohner der Walkmühle eingerichtet werden. Diese Kommunikationsmöglichkeit hat eine besondere Wertigkeit, weil sie ermöglicht, mit Familien im Ausland Kontakt zu halten, Deutschunterricht zu vertiefen (viele Übungsprogramme der Deutschkurse sind nur online verfügbar) und Arbeit zu suchen. Auch hier gab es für viele neu Hinzugezogene im Vergleich zu ihren Erfahrungen aus anderen Gemeinden eine Verschlechterung, die der Asylkreis nun für sie gelöst hat.
Aktive Mithilfe gesucht!
Für alle Aktivitäten des Asylkreises Neckargemünd werden Helfer gesucht, Menschen, die Spaß an interkulturellem Austausch haben. Der Kreis unterstützt die neuen Mitbürger bei ihren Deutsch-Hausaufgaben, berät bei Behördenangelegenheiten, hilft bei Bewerbungen, Job- und Wohnungssuche und manch anderem Thema. Unterstützung ist aber auch willkommen bei:
· Internationales Frauencafé: Immer mittwochs ab 10:30 Uhr findet das Internationale Frauencafé statt.
Als Sachspenden sucht der Asylkreis unter anderem Fahrräder, funktionstüchtige Laptops, Bettdecken und Bettwäsche. Für Wohnungsangebote, Sachspenden oder weitere Fragen kann der Asylkreis Neckargemünd per Mail kontaktiert werden: asylkreis-neckargemuend@gmx.de.
Pressemitteilung vom 20. Januar 2018:
Das schwierige Ankommen
Seit Herbst 2017 sind in Neckargemünd mehr als 100 Personen unterschiedlicher Nationalitäten in der Anschlussunterbringung angekommen. Die meisten von ihnen wohnen im neuen Containerhaus an der Walkmühle, einige im Dilsbergerhof und sehr wenige in kleinen Wohnungen in der Neckargemünder Kernstadt. In vielen Containereinheiten der Walkmühle müssen bis zu acht Personen auf wenigen Quadratmetern den Alltag meistern - und ihre Zukunft in einem nicht mehr ganz fremden Land in die Hand nehmen.
Regelmäßige Treffen des Asylkreises Neckargemünd
Jeden Montag- und Donnerstagabend brennt Licht im Gemeinschaftsraum des Containerhauses an der Neckargemünder Walkmühle. Die Aktiven des Asylkreises Neckargemünd bieten Ihre Hilfe an, wenn es um die Tücken der deutschen Grammatik geht, einen Behördenbrief oder einfach einen Plausch bei einer Tasse Tee. Die Anwohner nehmen dieses Angebot gern an, und viele persönliche Kontakte und Nachhilfetreffen sind daraus bereits hervorgegangen. Die meisten Bewohner des Containerhauses stammen aus dem Irak, Somalia, Syrien, Nigeria und Gambia. Allen gemeinsam sind die Geschichten und Erfahrungen ihrer Flucht aus dem gewohnten heimischen Leben. Die allermeisten haben erste Deutschkurse absolviert und sind in der sogenannten Anschlussunterbringung per Gesetz verpflichtet, üblicherweise für drei Jahre in Neckargemünd zu wohnen und zu leben.
Zeit für Geschichten
Ein regelmäßiger Besucher beim Asylkreistreffen zum Beispiel, er trinkt den Tee gern sehr süß, stammt aus dem Irak. Er ist 21 Jahre alt und seit zwei Jahren in Deutschland. Zurzeit absolviert er einen Deutschkurs für Fortgeschrittene in Wieblingen, damit er bald arbeiten gehen und selbst für seinen Unterhalt sorgen kann. Ein anderer junger Mann lächelt freundlich und kommt zögernd ins Erzählen: Er stammt aus einer kleineren Stadt in Syrien, in der die Kämpfer des sogenannten Islamischen Staats (IS) die Macht übernommen hatten. Ab einem gewissen Zeitpunkt verbot sein Vater ihm, in die Schule zu gehen und das Haus zu verlassen. Denn immer häufiger waren die bewaffneten Milizen auf den Jugendlichen aufmerksam geworden. Um ihn zu rekrutieren, hatten sie ihm ein Gewehr in die Hand gedrückt und gedrängt, sich ihnen anzuschließen. So beschloss die Familie, dass er und sein Bruder nachts über die Gärten und Felder fliehen sollten. Die Flucht gelang. Von der Türkei führte der Weg des heute Zwanzigjährigen über das Meer und die Balkanroute nach Deutschland. Zuletzt erfahren die Zuhörer, dass der Verbleib der Mutter seitdem nicht bekannt ist.
Kleine Wohnungen gesucht
Nach Jahren in Lagern und Sammelunterkünften haben diese beiden jungen Männer und viele ihrer Zimmernachbarn den sehnlichen Wunsch, eine kleine bescheidene Wohnung möglichst in der Neckargemünder Kernstadt zu finden. Sie wollen zur Ruhe kommen und Ihr Leben wieder in die Hand nehmen. Hier finden Sie die "Referenzwerte für angemessene Bruttokaltmieten im Rhein-Neckar-Kreis ab
01.04.2026":
Solange die jungen Männer ihren Lebensunterhalt noch nicht voll selbst bestreiten oder noch Arbeit suchen, wird die Miete vom Jobcenter übernommen.
Mithilfe willkommen
Der Asylkreis Neckargemünd unterstützt die neuen Mitbürger bei ihren Deutsch-Hausaufgaben, berät bei Behördenangelegenheiten, hilft bei Bewerbungen, Job- und Wohnungssuche und manch anderem Thema. Die Aktiven laden interessierte alteingesessene Neckargemünder wie neue Mitbürger herzlich ein, zum Beispiel mittwochs ab 17 Uhr zum Asylcafé in der Walkmühle zu kommen. Gesucht werden aber auch weiterhin Fahrräder, funktionsfähige Laptops, Bettdecken und Bettwäsche sowie Leute, die Deutsch unterrichten können oder einfach Spaß an interkulturellem Austausch haben. Für Wohnungsangebote, Sachspenden oder weitere Fragen kann der Asylkreis Neckargemünd per Mail kontaktiert werden: asylkreis-neckargemuend@gmx.de.
Pressemitteilung vom 28. Juli 2017:
Der Asylkreis Neckargemünd startet Treffen „Interkulturelle Begegnung“
Am 16. August 2017 lädt der Asylkreis Neckargemünd um 17 Uhr zum ersten Treffen in den Goldenen Anker ein. Alle Neckargemünder, alteingesessene wie neue Mitbürger, sind herzlich eingeladen, sich auf interkulturelle Begegnungen einzulassen.
Ab Mitte August wird das Treffen „Interkulturelle Begegnung“ wöchentlich jeden Mittwoch von 17 bis 19 Uhr im "Goldenen Anker", dem katholischen Gemeindehaus in der Neckargemünder Hauptstr. 29, stattfinden. Anlass dafür gab die Ankunft von den ersten Bewohnern des neuen Containerhauses in der Walkmühle sowie im Dislbergerhof. Weitere Personen werden in Neckargemünd für die sogenannte Anschlussunterbringung erwartet. Die Aktiven des Asylkreises Neckargemünd laden herzlich zu dem offenen Abend ein und freuen sich auf vielerlei Austausch, interessante Geschichten und Begegnungen.
Haben Sie weitere Fragen, Interesse an interkultureller Arbeit oder ein Fahrrad zu verschenken? Bitte melden Sie sich per Mail: asylkreis-neckargemuend@gmx.de.
Neckarbote am 6. Juli 2017 | Rhein-Neckar-Zeitung am 11. Juli 2017 |
Trollinger Marathon Heilbronn am 7. Mai 2017 | |
Affenlauf, Zoo Heidelberg am 9. April 2017 | |
Nikolausfeier im Dezember 2015 | Containerbau Walkmühle 2016 |
Hermino Katzenstein und Freunde, Radtour zu Flüchtlingsunterkünften 2016 | Sommerfest in der Walkmühle 2016 |
Mit über 50 gepackten Neckargemünder Willkommenstüten sind wir bereit für die erwarteten neuen Mitbürger, die als Anschlussunterbringung demnächst in die Wohn-Container an der Walkmühle einziehen werden. Januar 2017 | Sommerfest-Duo in der Walkmühle 2016 |









